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Chronik
der Villa Dominikus |
| Im Jahre 1908 erblickte an einem Sonntag der kleine Dominikus (dem Herrn Geweihter, der Sonntägliche) das Licht der Welt. In den 30-er Jahren arbeitete er in den Werften von Stettin an der Ostsee, um sich seinen Traum von einem Café verwirklichen zu können. 1936 hatte er genügend Geld zusammen und kaufte von seinem Schwiegervater Ambrosius aus Strötzbach das Grundstück, um ein stattliches Wohnhaus zu errichten. Es handelt sich dabei um den ehemaligen Versammlungs- und Waschplatz des Ortes, die so genannte „Handwäsche“. Hier zweigte der Strötzbach in die Kahl ab und große Weidenbäume zierten diesen besonderen Platz. Er war schon im Mittelalter Treffpunkt der sonntäglichen Kirchgänger aus der gesamten Umgebung. Nach der Grundsteinlegung 1936 wollte Dominikus sein Café mit Übernachtungsmöglichkeiten eröffnen, doch der Krieg machte seinen Traum zu Nichte. Zu dieser Zeit wurden auch die Weidenbäume gefällt. Sie hatten angeblich einen so großen Umfang, dass man zwölf sich an den Händen fassende Kinder benötigte, um einen Stamm zu umschließen. In den 60-er Jahren fanden an dem Haus umfangreiche Umbauarbeiten statt. Burkhard Bergmann, der aus einer seit 500 Jahren urkundlich bekannten Kahlgrund-Familie stammt, kaufte in den 80-er Jahren von seinem Schwiegervater Dominikus das Grundstück. Er selbst kam aus der Mode- und Designerbranche und war als Fotograf tätig. Als privater Sammler gelang er über Jahrzehnte in eine umfangreiche Sammlung von Dekorationsgegenständen und antiken Stücken. Burkhard, dessen Ahnen bereits traditionelle und regional bekannte Baumeister waren, baute und gestaltete das Haus nach seinen kreativen Vorstellungen um. In dieser Tradition stehend haben wir unserem Haus den Namen Villa Dominikus gegeben. Wir hoffen, dass wir mit der Führung unsere Pension den Träumen und Vorstellungen Dominikus Rechnung tragen. Er war ein Individualist, der immer weit über den Tellerrand hinaus schaute und etwas Besonderes wollte. Doch überzeugen Sie sich selbst davon! |